cinematograph 

Museumstraße 31   T 0 512 560470  50

leokino

Anichstraße 36   T 0 512 560470

Matinéen



kino foyer cafe bar leokino anichstrasse innsbruck

Immer sonntags um 11.00 und 11.20 Uhr Matineé (franz., »Morgenzeit«), eine Morgenunterhaltung, eleganter (Frauen-) Morgenrock – Meyer´s Konversationslexikon, 1905
Immer sonntags (außer im Sommer) finden wir uns zur Morgenunterhaltung im Leokino ein. Im eleganten Morgenrock oder in den Klamotten des Vorabends, das ist uns egal. Wenn die Lichter im Saal ausgehen und der Film beginnt, sind alle gleich. Wir zeigen Klassiker, Previews, Wiederholungen von viel gesehenen Filmen und was uns sonst so einfällt.



Nächste Matinéen

Filmstill zu 1900 – NOVECENTO, 1. Teil, Regie: Bernardo Bertolucci
filmplakat

So 24.10. um 11.00 Uhr Leokino 1 | Matinée

1900 – NOVECENTO, 1. Teil

DAS 20. JAHRHUNDERT

R: Bernardo Bertolucci / OmU

1.Teil: Gewalt, Macht, Leidenschaft
2.Teil: Kampf, Liebe, Hoffnung
Ein halbes Jahrhundert italienischer Geschichte, von der Geburt des Giuseppe Verdi bis zum Tod des Faschismus – erzählt in Form einer gewaltigen Familienchronik mit grandioser Starbesetzung. Novecento: wörtlich „Neunzehnhundert”, aber: das zwanzigste Jahrhundert. Eine Zeitallegorie. Bertoluccis Versuch, ein repräsentatives Panorama des politischen Antagonismus der Moderne zu entwerfen.
„Die Emilia, der Po, Landwirtschaft. Im Todesjahr Verdis werden Olmo und Alfredo geboren. Der eine wird Landarbeiter, der andere Gutsherr. Die Region bringt ihre Lebenswege immer wieder zusammen – dem Klassenkampf zum Trotz. Der Film verfolgt ihr Schicksal vom Großen Landarbeiterstreik 1908 bis zur Befreiung vom Faschismus am 25. April 1945 und darüber hinaus. Olmo begründet die Absage an den Stalinismus und die Öffnung der Kommunistischen Partei Italiens für die Zukunft: den historischen Kompromiss. Eingebracht hat Bertolucci dementsprechend 6 1/2 Millionen US-Dollars in die Emilia – in sein Land, und drehte alle vier Jahreszeiten der Reihenfolge nach: Beginnend mit dem langen Sommer der Kindheit und Jugend, der von der Jahrhundertwende bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs dauert; dann folgen Herbst und Winter, die zwanzig Jahre Faschismus bedeuten. Am Ende steht der Frühling mit dem Tag der Befreiung. Der Rhythmus des Landes wurde der des Films.” (Dietrich Kuhlbrodt)
„NOVECENTO wurde von vielen Kritikern bezichtigt, den „historischen Kompromiss” des politischen Italien zu verklären. Das war von Bertolucci beabsichtigt. Er wollte, mit aller ästhetischen Macht, den 25. April 1945, den Tag der Befreiung vom Faschismus, zum utopischen Augenblick entfalten, in dem der Sozialismus sich seiner eigenen Macht inne werde und der Macht jenen Prozess macht, der sie abschafft. Als Schöpfer der Idee vom „compromesso storico” gilt der KPI-Sekretär Enrico Berlinguer. Wiederum nur als Paradox greift Bertolucci diesen Namen auf, indem er den Großgrundbesitzer, um dessen schlussendliche Abschaffung sein Prozess kreist, Berlinghieri nennt: den Berlinguer, dem die Zeitbestimmung „ieri”/gestern eingeschrieben ist.” (Karsten Witte)
Bernardo Bertolucci: „Die tiefe Freundschaftsbeziehung von Alfredo und Olmo liegt eigentlich in der Nicht-Versöhnung der beiden Klassen. Deshalb dauert die Beziehung, hält auf Jahre, ein Jahrhundert. Deshalb schafft es weder die bäuerliche Klasse noch die besitzende, das innere Bild, das sie sich jeweils von der anderen – Alfredo vom Bauern Olmo und Olmo vom Grundherren Alfredo – macht, aufzugeben, denn es ist so strukturiert, dass sie beide füreinander unverzichtbar sind. Die Revolution vom April 1945 ist eine vollkommen theatralisch ausagierte Rationalisierung, um sie nicht wirklich erleben zu müssen. Olmo geht so weit, zu sagen: der Padrone ist tot, aber wir brauchen ihn nicht umzubringen. Denn er ist der lebende Beweis dafür, dass der Padrone tot ist.”

Italien/Frankreich/BRD 1976; Regie: Bernardo Bertolucci; Buch: Bernardo Bertolucci, Franco Arcalli, Giuseppe Bertolucci; Kamera: Vittorio Storaro; Musik: Ennio Morricone; DarstellerInnen: Burt Lancaster (Alfredo Berlinghieri), Robert De Niro (Alfredo Berlinghieri), Gérard Depardieu (Olmo Dalco), Dominique Sanda (Ada Fiastri Paulhan), Donald Sutherland (Attila), Sterling Hayden (Leo Dalco), Stefania Sandrelli (Anita Foschi), Laura Betti (Regina), Alida Valli (Frau Pioppo) u.a.; (35mm; Farbe; Teil 1: 162min, Teil 2: 154min; italienische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).
Filmstill zu IT IS NOT OVER YET, Regie: Louise Detlefsen
filmplakat

So 24.10. um 11.20 Uhr Leokino 2 | Matinée

IT IS NOT OVER YET

MITGEFÜHL

R: Louise Detlefsen / OmU

Kuchen und Sekt statt Medikamente: im dänischen Pflegeheim Dagmarsminde findet sich immer ein Anlass zum Anstoßen. Man lebt hier nach einer außergewöhnlichen Methode. Die Gründerin May Bjerre Eiby nennt sie „Omsorg”: Berührungen, Gespräche, Gemeinschaft und Naturerleben.
Regisseurin Louise Detlefsen stellt das revolutionäre, Mut machende Langzeitpflegekonzept vor, das sich mit den Fragen befasst, wie wir leben, altern und sterben wollen und was wir uns für unsere Angehörigen wünschen. Sie gewährt einen inspirierenden Blick in eine Welt, in der die menschliche Nähe kleine Wunder zu bewirken vermag.

Dänemark 2021; Regie: Louise Detlefsen; Kamera: Per Fredrik Skiöld; (DCP; 96min; dänische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).




Filmstill zu NOMADLAND, Regie: Chloé Zhao
filmplakat

So 31.10. um 11.00 Uhr Leokino | Matinée

NOMADLAND

R: Chloé Zhao / OmU

Ohne Aufregung erzählt Chloé Zhao in ihrem Film über Menschen. Frauen und Männer, die ihren eigenen Weg gehen, in Gemeinschaften zusammen finden, sich wieder trennen und weiter ziehen.
Wirklich aufregen könnte man sich über die Umstände, die die Menschen in diese Lage bringen. Alles verloren. Kein Dach über dem Kopf. Keine Arbeit. Keine Krankenversicherung. Menschen, die nicht, wie so gerne behauptet, zu faul, zu langsam, zu arbeitsscheu, zu unflexibel... und weiteres blabla sind. Bis man sie in Chloé Zhaos Film trifft und merkt – auch dieser Way of Life hat schöne Seiten. Wie jedes Leben. Bravo!

USA/Deutschland 2020; Regie: Chloé Zhao; Buch: Chloé Zhao, nach dem Buch von Jessica Bruder; Kamera: Joshua James Richards; Darsteller*innen: Frances McDormand (Fern), Gay DeForest (Gay), Patricia Grier (Patty) u.a.; (DCP; 1:2,39; 107min; englische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).
Filmstill zu 1900 – NOVECENTO, 2. Teil, Regie: Bernardo Bertolucci
filmplakat

So 31.10. um 11.20 Uhr Leokino | Matinée

1900 – NOVECENTO, 2. Teil

DAS 20. JAHRHUNDERT

R: Bernardo Bertolucci / OmU

1.Teil: Gewalt, Macht, Leidenschaft
2.Teil: Kampf, Liebe, Hoffnung
Ein halbes Jahrhundert italienischer Geschichte, von der Geburt des Giuseppe Verdi bis zum Tod des Faschismus – erzählt in Form einer gewaltigen Familienchronik mit grandioser Starbesetzung. Novecento: wörtlich „Neunzehnhundert”, aber: das zwanzigste Jahrhundert. Eine Zeitallegorie. Bertoluccis Versuch, ein repräsentatives Panorama des politischen Antagonismus der Moderne zu entwerfen.
„Die Emilia, der Po, Landwirtschaft. Im Todesjahr Verdis werden Olmo und Alfredo geboren. Der eine wird Landarbeiter, der andere Gutsherr. Die Region bringt ihre Lebenswege immer wieder zusammen – dem Klassenkampf zum Trotz. Der Film verfolgt ihr Schicksal vom Großen Landarbeiterstreik 1908 bis zur Befreiung vom Faschismus am 25. April 1945 und darüber hinaus. Olmo begründet die Absage an den Stalinismus und die Öffnung der Kommunistischen Partei Italiens für die Zukunft: den historischen Kompromiss. Eingebracht hat Bertolucci dementsprechend 6 1/2 Millionen US-Dollars in die Emilia – in sein Land, und drehte alle vier Jahreszeiten der Reihenfolge nach: Beginnend mit dem langen Sommer der Kindheit und Jugend, der von der Jahrhundertwende bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs dauert; dann folgen Herbst und Winter, die zwanzig Jahre Faschismus bedeuten. Am Ende steht der Frühling mit dem Tag der Befreiung. Der Rhythmus des Landes wurde der des Films.” (Dietrich Kuhlbrodt)
„NOVECENTO wurde von vielen Kritikern bezichtigt, den „historischen Kompromiss” des politischen Italien zu verklären. Das war von Bertolucci beabsichtigt. Er wollte, mit aller ästhetischen Macht, den 25. April 1945, den Tag der Befreiung vom Faschismus, zum utopischen Augenblick entfalten, in dem der Sozialismus sich seiner eigenen Macht inne werde und der Macht jenen Prozess macht, der sie abschafft. Als Schöpfer der Idee vom „compromesso storico” gilt der KPI-Sekretär Enrico Berlinguer. Wiederum nur als Paradox greift Bertolucci diesen Namen auf, indem er den Großgrundbesitzer, um dessen schlussendliche Abschaffung sein Prozess kreist, Berlinghieri nennt: den Berlinguer, dem die Zeitbestimmung „ieri”/gestern eingeschrieben ist.” (Karsten Witte)
Bernardo Bertolucci: „Die tiefe Freundschaftsbeziehung von Alfredo und Olmo liegt eigentlich in der Nicht-Versöhnung der beiden Klassen. Deshalb dauert die Beziehung, hält auf Jahre, ein Jahrhundert. Deshalb schafft es weder die bäuerliche Klasse noch die besitzende, das innere Bild, das sie sich jeweils von der anderen – Alfredo vom Bauern Olmo und Olmo vom Grundherren Alfredo – macht, aufzugeben, denn es ist so strukturiert, dass sie beide füreinander unverzichtbar sind. Die Revolution vom April 1945 ist eine vollkommen theatralisch ausagierte Rationalisierung, um sie nicht wirklich erleben zu müssen. Olmo geht so weit, zu sagen: der Padrone ist tot, aber wir brauchen ihn nicht umzubringen. Denn er ist der lebende Beweis dafür, dass der Padrone tot ist.”

Italien/Frankreich/BRD 1976; Regie: Bernardo Bertolucci; Buch: Bernardo Bertolucci, Franco Arcalli, Giuseppe Bertolucci; Kamera: Vittorio Storaro; Musik: Ennio Morricone; DarstellerInnen: Burt Lancaster (Alfredo Berlinghieri), Robert De Niro (Alfredo Berlinghieri), Gérard Depardieu (Olmo Dalco), Dominique Sanda (Ada Fiastri Paulhan), Donald Sutherland (Attila), Sterling Hayden (Leo Dalco), Stefania Sandrelli (Anita Foschi), Laura Betti (Regina), Alida Valli (Frau Pioppo) u.a.; (35mm; Farbe; Teil 1: 162min, Teil 2: 154min; italienische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).

 

 


Zuletzt vorgeführt


So 17.10.2021

LAST FISHERMAN

R: James Stier


So 17.10.2021

THE BUBBLE

R: Valerie Blankenbyl


35mm-Projektion

So 03.10.2021

À BOUT DE SOUFFLE

R: Jean-Luc Godard


So 03.10.2021

ANOTHER COIN FOR THE MERRY-GO-ROUND

R: Hannes Starz


So 26.09.2021

TO BE OR NOT TO BE

R: Ernst Lubitsch


So 26.09.2021

JAZZ ON A SUMMER’S DAY

R: Bert Stern


So 19.09.2021

THE GENERAL

R: Buster Keaton


So 19.09.2021

BUENA VISTA SOCIAL CLUB

R: Wim Wenders


So 12.09.2021

JOUR DE FÊTE

R: Jacques Tati


So 12.09.2021

MILES DAVIS: BIRTH OF THE COOL

R: Stanley Nelson


So 05.09.2021

TRAFIC

R: Jacques Tati


So 05.09.2021

AMAZING GRACE

R: Alan Elliott / Sydney Pollack


So 29.08.2021

HOFFNUNGSFROHE FINSTERNIS

R: Immanuel Degn


So 29.08.2021

DRUK

R: Thomas Vinterberg


Zum Immer-wieder-gern-sehen bei freiem Eintritt

So 15.08.2021

TO BE OR NOT TO BE

R: Ernst Lubitsch