filmstill
Fr
15
Sa
16
So
17
Mo
18
Di
19
Mi
20
Do
21

Keine Spielzeit in dieser Woche


Fr
22
Sa
23
So
24
Mo
25
Di
26
Mi
27
Do
28

Keine Spielzeit in dieser Woche


ANG BABAENG HUMAYO

THE WOMAN WHO LEFT

R: Lav Diaz

Der philippinische Regisseur Lav Diaz hat mit dem Spielfilm ANG BABAENG HUMAYO (THE WOMAN WHO LEFT) den aufregendsten Film am Festival von Venedig präsentiert. Wobei aufregend eigentlich das falsche Wort ist – fast vier Stunden nimmt er sich Zeit, um in langen Szenen, ruhigen Einstellungen und in manchmal sehr dunklem Schwarzweiß die Geschichte von Horacia Somorostro zu erzählen.
Es ist 1997 und Horacia sitzt seit 30 Jahren wegen Mordes im Ge­fängnis. Dann tauchen neue Beweise auf, die ihre Unschuld beweisen – und die Schuld ihres reichen Liebhabers aus Jugendtagen. Ho­racia ist eine nun zwar freie Frau, doch die Jahrzehnte im Gefängnis haben ihr alles genommen. Was ihr bleibt, ist die kalte Wut auf den Mann, der sie einst ins Ge­fäng­nis brachte. Der ist noch wohlhabender als zuvor, verbarrikadiert sich aber aus Angst vor einer Entführung in seinem Anwesen. Im Schatten dieser Mauern lernt Horacia weitere Nacht­gestalten kennen: eine transsexuelle Prostituierte, eine von Dä­mo­nen geplagte Ob­dachlose und einen buckligen Eierverkäufer. Wäh­rend sie diesen eine großherzige Freundin wird, wartet Horacia geduldig auf ihre Gele­genheit zur Rache.
Lav Diaz gelingt ein visuell überwältigendes, archaisches und tief menschliches Drama über Schuld und Solidarität, Absolution und Ra­che. (aus: grandfilm.de; filmfest Hamburg )
„Eine Überlebensgeschichte, ein Blick auf eine Gesellschaft, ihre Ge­­walt und Kriminalität und zugleich ein Über-Film, der die Mittel des Kinos in Richtung einer poetischen Freiheit rückt.”
(Katja Nicodemus, Die Zeit)

Philippinen 2016; Regie, Buch, Kamera, Schnitt: Lav Diaz, frei nach einer Kurzgeschichte von Leo Tolstoy; DarstellerInnen: Charo Santos-Concio (Ho­racia Somorostro/Renata), John Lloyd Cruz (Hollanda), Nonie Buencami­no (Magbabalot), Shamaine Centenera-Buencamino (Petra), Mayen Estanero (Nena) u.a.; (DCP; 16:9; Farbe; 226min; teils englisch-japanische ORIGI­NALFASSUNG – teils in Filipino – MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat