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DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER

R: Lars Kraume

1956: Bei einem Kinobesuch in Westberlin sehen die Abiturienten Theo und Kurt in der Wochenschau dramatische Bilder vom Aufstand der Ungarn in Budapest. Zurück in Stalinstadt, entsteht spontan die Idee im Unterricht eine solidarische Schweigeminute für die Opfer des Aufstands abzuhalten. Doch diese Geste zieht viel weitere Kreise als erwartet: Während ihr Rektor zwar zunächst versucht, das Ganze als Jugendlaune abzutun, geraten die Schüler in die politischen Mühlen der noch jungen DDR. Der Volksbildungsminister verurteilt die Aktion als eindeutig konterrevolutionären Akt.
Nach seinem preisgekrönten Politthriller DER STAAT GEGEN FRITZ BAUER (2015) widmet sich Lars Kraume mit DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER erneut einem historischen Thema. Ebenso eindring­lich wie eindrucksvoll schildert DAS SCHWEIGENDE KLASSEN­ZIM­MER die stille Revolte einer DDR-Schulklasse, deren politisches Be­wusst­sein durch die Konfrontation mit dem übermächtigen Staats­apparat erwacht. (nach: www.film-tv.at)

Deutschland 2018; Regie: Lars Kraume; DarstellerInnen: Leonard Scheicher (Theo Lemke), Tom Gramenz (Kurt Wächter), Burghart Klaußner (Volksbil­dungsminister Lange), Florian Lukas (Direktor Schwarz), Judith Engel (Anna Wächter), Lena Klenke (Lena), Jonas Dassler (Erik Babinsky), Isaiah Michalski (Paul), Max Hopp (Hans Wächter), Jördis Triebel (Kreisschulrätin Kessler), Michael Gwisdek (Edgar) u.a.; (DCP; 1:2,39; Farbe; 111min).


  
Filmplakat