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IL A DÉJÀ TES YEUX

ZUM VERWECHSELN ÄHNLICH

R: Lucien Jean-Baptiste

   OmU

Gerade haben sich Salimata und Paul den Traum vom eigenen Blu­menladen erfüllt, da bekommen sie den Anruf, der ihr Glück perfekt machen soll: Endlich ist ein Baby gefunden, das das kinderlose Paar adoptieren kann. Gespannt sitzen sie kurz darauf in der Adop­tions­stelle, argwöhnisch beäugt von Madame Mallet und sehen ein Foto des kleinen Benjamin. Ein schönes Kind, nur leider weiß.
Während das Paar bald voller Begeisterung über das nun vollkommene Familienglück ist, reagiert ihre Umwelt erwartbar irritiert: Salimatas Mutter ist entsetzt, allein schon der Name Benjamin ist für die aus dem Senegal stammende Familie ein Unding, die Hautfarbe kommt da noch hinzu. Doch es gibt auch andere Stimmen im Um­feld. Die erste Freude von Salimata und Paul weicht jedoch bald der Er­kenntnis, dass ein Baby nicht nur viel Stress mit sich bringt, sondern dass gerade die Adoption eines weißen Kindes doch nicht ganz so unproblematisch verläuft, wie es sich das Paar anfangs gedacht hatte.
Vor 30 Jahren waren DREI MÄNNER UND EIN BABY noch eine ungewöhnliche Konstellation, die als Komödienstoff taugte, inzwischen sind die gesellschaftlichen Entwicklungen jedoch weiter fortgeschritten. Und so gelingt es dem Film, unterschwellige Vorurteile herauszuarbeiten. Und zwar nicht nur solche, die den Blick der Weißen auf die Schwarzen prägen, sondern auch solche innerhalb der schwarzen Fa­milien. Gerade die Vorurteile, die die Generation der Eltern noch prägen, werden deutlich. Während die Kinder der Migranten, die Teil der sich langsam entwickelnden Mittelschicht sind, weltoffener denken. Leichtes, unbeschwertes Kino mit einer zeitgemäßen Botschaft.
(nach: programmkino.de)

Frankreich 2017; Regie: Lucien Jean-Baptiste; Buch: Sébastien Mounier, Ma­rie-Francoise Colombani & Lucien Jean-Baptiste; Kamera: Colin Wanders­man; DarstellerInnen: Aissa Maiga (Salimata), Lucien Jean-Baptiste (Paul), Zabou Breitman (Madame Mallet), Vincent Elbaz (Manu) u.a.; (DCP; 1:2,35; Farbe; 95min; teils französisch-rumänisch-norwegischhe ORIGINALFASSUNG – teils in Wolof – MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat