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Keine Spielzeit in dieser Woche


CAFÉ SOCIETY

R: Woody Allen

Bobby aus der Bronx, Spross einer jüdischen Familie, setzt sich ab nach Kalifornien und schwatzt seinen Onkel, der im Filmgeschäft tätig ist, um einen Job an. Aber bald gerät er mit ihm übers Kreuz wegen einer bezückenden jungen Frau, in die sich Onkel und Neffe verschaut haben. Sie muss sich entscheiden: entweder Geld oder Liebe. Und dann nimmt das Ding seinen Lauf mit viel Swing, üppigen Villen am Set, unsympathischen Männern und netten Damen. Schön und Reich an der Los Angeles Bay, Love Story vor den Ex-Twin-Towers, das Ganze weichgezeichnet, also ein sentimentaler Blick auf die 1930er Jahre der USA. Man könnte sich verlieben in die Blicke von Kristen Stewart, die sie für Woody Allen gibt.
Das Amerika-Bild von Wood Allen: eine geschlossene Gesellschaft, die ihre Feinde einmauert. Die Frauen sind Models und die Männer Playboys, die sich nicht entscheiden können, was ihnen wichtiger ist, Geld oder Sex, am besten Sex ohne Geld und Geld ohne Sex. In kleinen Erzählästen hat da noch Glücksspiel Platz und die Liebe zu Details an Automobilen ist ein Bewegungsritual in den Schnitten von Szene zu Szene. Da ist viel Dekadenz, gepaart mit Gewalt, Salons und Bru­ta­li­tät. Woody verfährt schamlos und lässt seine Kameras durch die Studios fahren, die ihm Amazon freudig zur Verfügung gestellt hat. (Helmut Groschup, Dolomiten)
„Dann läuft CAFÉ SOCIETY, und Jesse Eisenberg heißt darin Bobby, aber natürlich spielt er eine Art jungen Woody Allen – allerdings in den Dreißigerjahren, in der Ära des Swing. Bobby ist ein kleiner Neurotiker aus der Bronx, dessen jüdische Familie mal wieder sehr liebevoll mit Karikaturen bevölkert ist, von den bärbeißigen Charak­terkopf-Eltern über den kriminellen Bruder bis hin zum existenzphilosophisch angekränkelten Schwiegersohn. Von der Bronx aber hat Bobby erst einmal genug, es zieht ihn nach Hollywood.” (Süddeutsche Zeitung)

USA 2016; Regie & Buch: Woody Allen; Kamera: Vittorio Storaro; Darstelle­rInnen: Jeannie Berlin (Rose Dorfman), Steve Carell (Phil Stern), Jesse Eisenberg (Bobby), Kristen Stewart (Vonnie)Sheryl Lee (Karen Stern), Todd Weeks (Oscar), Paul Schackman (Al), Jodi Carlisle (Maid) u.a.; (DCP; 1:2; Farbe; 96min; englische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTER­TITELN).


  
Filmplakat