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Keine Spielzeit in dieser Woche


UMS FREIWERDEN HÄTTE ES JA GEHEN SOLLEN

R: Elfriede Irrall

„Was soll denn die Leute an meinem Leben interessieren? Das war doch bei unzähligen anderen ähnlich.“ Die Skepsis der Mutter gegenüber dem Filmprojekt der Tochter ist zunächst groß. Aber dann erzählt sie offen und unverkrampft von ihrer Jugend in Wien, ihrem schwierigen Verhältnis zur eigenen Mutter, von Nationalsozialismus, Krieg und Wiederaufbau, von Liebe, Sexualität, Mutterschaft. Der Wunsch, sich von familiären und gesellschaftlichen Zwängen zu befreien, ist in diesen intimen Gesprächen zwischen Mutter und Tochter spürbar. Aber noch bevor die Dreharbeiten begonnen haben, stirbt Erika Trojan.
In einer Zeit, in der die meisten Eltern über das Politische und das Intime geschwiegen haben, sind derartige Gespräche mit der Mutter ein einzigartiges Dokument. „Irrall findet zu diesen Erzählungen assoziative und poetische Bilder – Gesten des Alltags, Orte der Erinnerung, Familienfotos – und schafft so ein vielschichtiges Werk, dessen Brisanz und Aktualität ohne Vergleich sind.“ (www.filmmuseum.at) „Gemeinsam mit den Tonbandaufzeichnungen entsteht ein Zeitdokument, das anhand der künstlerischen Auseinandersetzung der Tochter mit der Mutter Auskunft über mehrere Generationen von Frauen* und ihre Lebensrealitäten gibt.“ (www.riotfestival.at)
Elfriede Irral (1938-2018) ist vielen als Schauspielerin bekannt. Sie hat an den wichtigsten deutschsprachigen Bühnen gearbeitet und in Filmen von Michael Haneke und Gustav Deutsch sowie in Fernsehserien mitgewirkt. Für diesen ganz besonderen Amateur*innenfilm stand sie sowohl vor als auch hinter der Kamera.

Österreich 1977-84; Regie: Elfriede Irrall; Kamera: Elfriede Irrall, Olaf Scheuring, Merve Lowien; Musik: Ulle Zeilfelder, Sorgenhobel; Mitwirkende: Erika Trojan und Elfriede Irrall; (DCP – von Super-8; Farbe; 105 min; OV)


  
Filmplakat