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WEIBERLEUT

R: Gertraud Schwarz

Margret hat einen kleinen Bergbauernhof gepachtet, den sie händisch bewirtschaftet. Die Erträge reichen zwar gerade nur zum Überleben, aber die Selbständigkeit wiegt die mühevolle Arbeit auf. Auch Anna bewirtschaftet einen Bergbauernhof. Im Winter bringt die eigene Skihütte zusätzliche Erträge, die nötig sind, um die teuren landwirtschaftlichen Geräte zu finanzieren. Greti teilt sich die Maschinen mit einem Nachbarn. Die Vermarktung der selbst erzeugten Produkte wird gemeinsam organisiert. Ein weiterer fixer Termin ist die Frauengruppe, mit der sie sich regelmäßig trifft.
Gertraud Schwarz porträtiert sechs alleinstehende Bäuerinnen – zwischen Tradition und Umbruch – aus verschiedenen Regionen Österreichs. Die Kamera folgt den Protagonistinnen bei der Arbeit und nimmt sich Zeit, ihnen in den Pausen zuzuhören, wenn sie in ihrer je eigenen Mundart davon erzählen, was es bedeutet, einen Bauernhof alleine zu führen, wie die viele Arbeit organisiert werden kann, mit welchen Vorurteilen sie in der nach wie vor traditionell orientierten Landwirtschaftsbranche zu kämpfen haben und wie sie es schafften, im männlich geprägten bäuerlichen Milieu als Herrin über Haus und Hof ernst genommen und akzeptiert zu werden. WEIBERLEUT ist ein vielstimmiges und einfühlsames Porträt über mutige und engagierte Frauen, die mit unterschiedlichen Herangehensweisen diese Herausforderungen meistern.

Österreich 2009; Regie, Buch, Schnitt: Gertraud Schwarz; Kamera: Gertraud Schwarz, Dominik Spritzendorfer; Ton: Highhat Media, Florian Richling; Mitwirkende: Margret Duregger, Claudia und Margarete Lumplecker, Christine Maier, Greti Ployer, Anna Seer, u. a. m.; (Beta SP; Farbe; 106min; DIALEKT MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN). Gertraud Schwarz, 1975 in Saalfelden (Salzburg) geboren, absolvierte die Grafische Bundes-, Lehr- und Versuchsanstalt (Kolleg für Fotografie) sowie die Universität für angewandte Kunst (Meisterklasse für visuelle Mediengestaltung). Sie lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin, Mediendesignerin und Filmemacherin in Wien. Ihr erster Dokumentarfilm BORINBORESI – über die Wandmalereien der Kasena-/Nankanafrauen in Ghana – lief auf zahlreichen Festivals und erhielt beim Black International Cinema Festival in Berlin den Preis für den „Besten Dokumentarfilm“.