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ISLE OF DOGS

ATARIS REISE

R: Wes Anderson

ISLE OF DOGS spielt in einem fiktiven Japan, in naher Zukunft. Nach dem Ausbruch einer Hundegrippe werden alle Hunde vom korrupten Bürgermeister Kobayashi nach Trash Island, einer riesigen Mülldeponie mitten im Meer, verbannt. Doch Atari, der 12-jährige Pflegesohn von Kobayashi, ist entschlossen, seinen Hund Spots zurückzuholen. Auf eigene Faust macht er sich auf die Suche nach seinem vierbeinigen Freund und erhält dabei Unterstützung von einem Rudel Alphatiere. Doch während die Truppe Spots auf der Fährte ist, arbeitet Kobayashi an der endgültigen Vernichtung aller Hunde. Und so beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.
Wes Anderson erweckt in seinem neuen Stop-Motion-Film handgefertigte Puppen zum Leben, die in einem aufwendigen analogen Verfahren Millimeter um Millimeter bewegt werden. Auf der visuelle Ebene ist der dystopische Animationsfilm ein Anderson-Klassiker: von perfekt zentrierten Kadrierungen, einer ausgeprägten Farbpalette bis hin zu lustigen und liebevollen Details. Der Score von Alexandre Des­plat greift japanische Perkussionsmotive auf und gibt der Montage den Takt vor. Der tierischen Stimmgewalt steht ein Kunstgriff des Abenteuer-Films gegenüber: Die menschlichen Charaktere sprechen bis auf wenige Ausnahmen nur japanisch ohne Untertitel. Akira Kuro­sawa fungierte für ISLE OF DOGS als Transfusionslieferant aus der Filmgeschichte. Über die Figur einer amerikanischen Austausch­schü­lerin, die den Ja­pa­nern mal eben erklärt, wie das mit der Demo­kratie richtig geht und die politische Rebellion mit ihren Schüler­zeitungs­kollegen notfalls auch selbst in die Hand nimmt, exerziert er andererseits vor, wie sich Amerikaner respektlos bei einer anderen Kultur bedienen. Die Momente politischer Natur reichen aber noch weiter. Es gibt unübersehbare Be­zü­ge zur aktuellen Flüchtlings­diskus­sion. (nach: kino-zeit.de; cineman.ch; filmstarts.de; uncut.at; derstandard.at)

USA/Deutschland 2018; Regie: Wes Anderson; Buch: Wes Anderson, Roman Coppola, Jason Schwartz, Kunichi Nomura; Kamera: Tristan Oliver; Musik: Alexandre Desplat; Stimmen: Koyu Rankin (Atari), Bryan Cranston (Koba­yashi), Bill Murray (Boss), Edward Norton (Rex), Frances McDormand (Nelson), Liev Schreiber (Spots) und Jeff Goldblum (Duke) u.a.; (DCP; 1:2,35; Farbe; 101min; englisch-japanische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat