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NEUN LEBEN HAT DIE KATZE

R: Ula Stöckl

Die frei lebende und liebende Jounalistin Katherina erhält Besuch von ihrer französischen, politisch aktiven Freundin Anne. Ula Stöckls erster Langfilm begleitet die beiden Frauen durch ein erstaunlich buntes München bei Ausflügen, Parties, Demos, Gesprächen über Beziehungen, Sexualität, Arbeit, Glück, Freiheit. Auf ihren realen und imaginierten Streifzügen treffen sie auf die Sängerin Gabriele, die Ehefrau von Katherinas Liebhaber und Kirke. Die Kamera findet dabei Bilder für phantasmagorische Sehnsüchte und dokumentarische Momentaufnahmen alltäglicher Erfahrungen. Laiendarsteller_innen stehen neben professionellen Schauspieler_innen. In einer „lockeren, flirtenden, streunenden Erzählweise“ findet Stöckl „filmische Metaphern weiblicher Lust und schockierte damals Männer und Frauen gleichermaßen.“ (Erika Richter 1995) Mittlerweile gilt NEUN LEBEN HAT DIE KATZE als der „erste feministische Film“ (Christa Maerker) der Bundesrepublik und avancierte „zu einem der Kultfilme der 60er Jahre.“ (E. Richter 1995)
„Das farbenfrohe, rätselhafte Kinostück erzählt in lockerer Dramaturgie von zwei gegensätzlichen Freundinnen, die im revolutionären Schwung des Frühsommers 1968 in München ein paar Tage zwischen boulevardjournalistischem Alltag, WG-Partys, Flirts und Krisen erleben. Avant la lettre schuf Ula Stöckl einen Film über die neuen Frauen der Ära, der heute nichts von seiner sinnlichen Kraft verloren hat.“ (Claudia Lennssen in TAZ 2018)
Die Regisseurin, Professorin und Cineastin Ula Stöckl (* 1938) realisierte mehr als 25 Spiel- und Dokumentarfilme, unterrichtet an unterschiedlichen Filmhochschulen in Deutschland und den USA, war 15 Jahre lang für das Festival de Films de Femmes in Sceaux und Créteil bei Paris tätig und in diversen Auswahlgremien der Berlinale und der Filmfestspiele von Venedig vertreten. Bereits 1999 erhielt sie den renomierten Konrad-Wolf-Preis für ihr Lebenswerk.
Auszeichnung: Prädikat wertvoll (Filmbewertungsstelle Wiesbaden)

BRD 1968; Buch & Regie: Ula Stöckl; Kamera: Dietrich Lohmann; Schnitt: Wolfgang Schacht; Musik: Bob Degen, Manfred Eicher, Fred Braceful; Ton: Folkardt Brestin; Darsteller_innen: Liane Hielscher (Katherina), Marie Philippine / Kristine Deloup (Anne), Jürgen Arndt (Stefan), Antje Ellermann (Kirke), Alexander Kaempfe (Sascha), Elke Kummer (Ehefrau von Stefan), Heidi Stroh (Gabriele) u. a. (DCP – digital restaurierte Fassung von 35mm Techniscope; Farbe; 1:2,35; mono; 92 min; dt. OF)


  
Filmplakat