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Keine Spielzeit in dieser Woche


CHAVELA

R: Catherine Gund & Daresha Kyi

Chavela Vargas war eine kühne Pionierin, eine sexuell Gesetzlose, die in einer Zeit zu sich selbst stand, in der es nicht nur gesellschaftlich in­akzeptabel war, eine Außenseiterin zu sein, sondern oft auch gefährlich. Sie kam damit durch, denn sie nahm mexikanische Ranchera-Mu­sik, entkernte sie von allem Unnötigen, gab ihr Größe und das Pu­blikum und ihre Freunde liebten sie dafür. Wie Edith Piaf oder Billie Holiday sang sie die Rancheras mit roher Leidenschaft und tiefem Leiden, genau wie der Blues war. Niemand – vor allem keine Frau – hat je ein Genre so für sich reklamiert wie sie.
„Eine Frau in Männerkleidung? Im Mexiko-Stadt der vierziger Jahre: undenkbar. Also zieht sich Chavela Vargas brav wie eine Frau an, trägt High Heels und Make-up. Doch in diesem Aufzug fühlt sie sich unwohl. Sie findet, dass sie wie ein Transvestit aussieht. Also bändigt sie das lange dunkle Haar in einem Pferdeschwanz, trägt Hosen, Ponchos – und hat plötzlich Erfolg. Zumindest in den Clubs und Bars der Stadt. Denn auf die großen Bühnen lässt man diese Sängerin mit der beeindruckenden Stimme und den leidenschaftlichen, oft an Frauen gerichteten Liebesliedern lange Zeit nicht.” (tagesspiegel.de)
„Im Wechsel der Materialien bildet sich eine Biografie heraus, die Werk und Person gleichermaßen gerecht wird – und sich wie alle gu­ten Biografien nicht auf die Porträtierte beschränkt.” (taz)

USA/Mexiko/Spanien 2017; Regie: Catherine Gund & Daresha Kyi; Kamera: Natalia Cuevas, Paula Gutiérrez Orio, Catherina Gund; Schnitt: Carla Gu­tiérrez; Musik: Gil Talmi; Mitwirkende: Pedro Almodóvar, Laura García-Lorca, Miguel Bosé, Liliana Felipe, Jose Alfredo Jimenez Jr., Patria Jiménez Flores, Chavela Vargas (in Archivaufnahmen) u.a.; (DCP; Farbe & Schwarzweiß; 93min; spanisch-englische ORIGINALFASSUNG MIT DEUT­SCHEN UNTER­TITELN).


  
Filmplakat