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Keine Spielzeit in dieser Woche


LES CHÂTEAUX DE SABLE

DIE SCHLÖSSER AUS SAND

R: Olivier Jahan

Es scheint im Kino nur noch zwei Varianten zu geben, wie man sich mit dem Thema Liebe auseinandersetzen kann. Entweder nimmt man ihre Irrungen und Wirrungen im Rahmen einer RomCom auf die Schippe oder man ergötzt sich am Herzschmerz, den die Liebe nun mal ebenso mit sich bringt. Regisseur Olivier Jahan gelingt nun ein „dritter Weg”: In DIE SCHLÖSSER AUS SAND erzählt er einerseits von einer tragischen, längst beendeten Liebe, nur um auf der anderen Seite mit den Ängsten und Neurosen (nicht mehr ganz so) frisch Verliebter zu spielen.
Nach dem Tod ihres Vaters will Eleonore sein Haus in der Bretagne verkaufen. Mit Ende dreißig ist sie endgültig Waise geworden. Ihr ist bang vor diesem Wochenende, sie braucht eine Stütze und bittet ihren Exfreund Samuel, ihr beim Auflösen des Haushalts zu helfen. Er hat sich vor einem halben Jahr von ihr getrennt, nachdem sie ihn mit einem Musiker betrogen hat. Nun lebt er in einer neuen, glücklichen Beziehung mit einer Studentin und ist überzeugt, dass es ein Fehler war, mitzukommen. Eleonore wiederum bereut ihre Trennung zutiefst.
Wie selbstverständlich setzt Regisseur Jahan literarische und theatralische Kunstgriffe ein: Eine romanhafte Erzählstimme gibt uns in wohlgewählten Worten Einblicke in Seele, Charakter, Sehnsucht und Ver­gangenheit der Figuren; und immer wieder auch beginnen die Pro­tagonisten mit Monologen, um sich und ihre Welt zu erklären. Das entwickelt sich ganz organisch – so wie das Schwarz-Weiß von Eleo­­nores Fotogafien, die immer wieder helfen, Vergangenes oder Wün­­­sche zu schildern.
(nach: quotenmeter.de; epd-film.de; kino-zeit.de)

Frankreich 2015; Regie: Olivier Jahan; Buch: Olivier Jahan & Diastème; Ka­mera: Fabien Benzaquen; Schnitt: Jean-Baptiste Beaudoin; DarstellerInnen: Emma de Caunes (Eleonore), Yannick Renier (Samuel), Alain Chamfort (Va­ter), Jeanne Rosa (Claire Andrieux), Christine Brücher (Maëlle Prigent), Gaëlle Bona (Laure), Paul Bandey (Bill), Nathan Rippy (Alistair) u.a.; (DCP; 1:2,35; Farbe; 102min; französisch-englische ORIGINALFASSUNG MIT DEUT­SCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat