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Keine Spielzeit in dieser Woche


GIMME DANGER

R: Jim Jarmusch

Die Band „The Stooges” gelten als Wegbereiter des Punk und haben die Underground- und Subkultur nachhaltig beeinflusst. In ihrer großen Zeit von Mitte der 60er bis Anfang der 70er Jahre waren sie eine der Bürgerschreck-Bands schlechthin und lebten den Rock and Roll bis zum Exzess. Jim Jarmusch (GHOST DOG, PATERSON) zelebriert das künstlerische Werk der laut ihm „besten Rock and Roll-Band aller Zeiten” in einem elektrisierend-verspielten Dokumentarfilm. Dreh- und Angelpunkt von GIMME DANGER ist der Stooges-Frontmann Iggy Pop, seines Zeichens Ikone, der mit schonungsloser Offenheit Auskunft über seinen Werdegang und sein von kreativen Gei­s­tes­blitzen, Drogensucht, glücklichen und unglücklichen Zufällen geprägtes Leben gibt.
Jarmusch beginnt die Erzählung der Bandgeschichte Mitte der 60er Jahre und stößt bis ins erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends vor, als „The Stooges” beim Coachella-Festival 2003 ein großes Comeback feierten. Manchmal untermalt er die Geschichte der Band mit kleinen Comicstrips, außerdem integriert er ironisch kommentierende Aus­schnitte aus der (TV-)Popkultur der 60er Jahre (von der Adams Fa­mily bis zu John Wayne).
Iggy, der bereits in DEAD MAN und COFFEE AND CIGARETTES als Schauspieler mit Jarmusch gearbeitet hat, und als einziges Grün­dungs­mitglied der „Stooges” noch am Leben ist, strahlt ein cooles Charisma aus, er ist relaxed, selbstironisch (er habe sich nicht für Bob Dylan gehalten, sagt er) und einfach witzig.
Er ist also kein vollständiger Abriss der Karriere geworden, sondern vielmehr eine Episode, die Iggy Pop als einen Menschen zeigt, der al­lem Kultstatus zum Trotz vor allem eines geblieben ist: ein Team­player, der sehr genau weiß, was er anderen zu verdanken hat; ein Mann voller Demut, Weisheit und Energie – also jemand, den man einfach lieben muss.
(nach: kino-zeit.de, filmstarts.de, viennale.at)

USA 2016; Regie & Buch: Jim Jarmusch; Schnitt: Affonso Gonçalves, Adam Kurnitz; Animationen: James Kerr; Mitwirkende: Iggy Pop, Mike Watt, Dan­ny Fields, Ron Asheton, Scott Asheton, James Williamson, Kathy Asheton, Ste­ve Mackay, David Bowie u.a.; (DCP; 1:1,85; Farbe; 108min; englische ORI­­GINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat