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Keine Spielzeit in dieser Woche


SUBURRA

R: Stefano Sollima

Suburra nannte man im antiken Rom ein Stadtviertel, das vor allem von Armen bewohnt wurde und von organisierter Prostitution bestimmt war. Angelehnt an dieses Viertel schrieb Giancarlo De Cataldo einen Roman über das heutige mafiöse Kraftwerk von Rom, den Stefano Sollima 2015 verfilmte.
In SUBURRA fließen verschiedene Handlungsstränge zusammen und ergeben so einen vielschichtigen Plot aus Korruption, Macht­streben, Verrat und Mord: Da ist beispielsweise der Politiker und Strippenzieher Filippo Malgradi, der wegen einer Sexaffäre mit Todes­folge unter Druck gerät. Weil die Leiche der minderjährigen Prosti­tuierten diskret entsorgt werden muss, befindet er sich plötzlich in der Hand eines Kleinganoven, der seine Chance wittert, endlich groß rauszukommen. Zwar erledigt ein weiterer Anruf bei den entsprechenden Leuten auch dieses Prob­lem, doch da hat die Affäre schon Kreise gezogen. Ein Mann in Rom dient als Vermittler zwischen den mafiösen Strukturen aus dem Süden und der Hauptstadt: Der „Samu­rai” ist wie eine Mischung aus allen Spielfiguren eines Schachbretts, er weiß alles, er kann alles, er macht alles. (aus: www.kino-zeit.de; www.cereality.net)
„Die Authentizität, die dieser ausufernde Reigen an Gewalt, Sex und Korruption ausstrahlt, ist um so verblüffender als Sollima vom ersten Moment an einen pathetischen, exaltierten Stil wählt, die flirrenden Bilder mit wummernden Elektroklängen unterlegt, seine Figuren als verlorene Gestalten in einer unmoralischen Welt inszeniert, aber dennoch keinen Zweifel daran lässt, dass sie diesen Weg selbst gewählt haben. Eines der großen Probleme von Gangsterfilmen, die (unfreiwillige) Verklärung einer oberflächlich betrachtet verführerischen Welt aus Geld, Drogen und Sex, entgeht Sollima durch einen bei allem Pathos fast dokumentarisch anmutendem Blick.” (www.programmkino.de)

Italien/Frankreich 2015; Regie: Stefano Sollima; Buch: Giancarlo De Cataldo, Carlo Bonini, Sandro Petraglia, Stefano Rulli; Kamera: Paolo Carnera; Musik: Pasquale Catalano; DarstellerInnen: Pierfrancesco Favino (Filippo Malgradi), Greta Scarano (Viola), Jean-Hugues Anglade (Cardinal Berchet), Elio Germa­no (Sebastiano), Giulia Gorietti (Sabrina), Claudio Amendola (Samurai) u.a.; (DCP; 1:2,35; Farbe; 130min; teils italienisch-englische ORIGINALFASSUNG – teils in Romanes – MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat