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HIDDEN FIGURES

UNERKANNTE HELDINNEN

R: Theodore Melfi

Der Kampf um die Herrschaft im Weltall war in den 1960er Jahren voll im Gang. Die Russen hatten ihren Sputnik und ihre Semjorka, die USA ihr Mercury- und ihr Apollo-Programm. Dass die NASA und damit die USA am Ende die Nase vorne hatten, liegt auch an Astro­nau­ten wie Neil Armstrong, Alan Shepard und John Glenn: allesamt be­kannte Helden. Doch wären sie alle unbekannt, hätten nicht Ma­the­matikerinnen wie Katherine Johnson, Dorothy Vaughn und Mary Jackson jene Rechenleistungen erbracht, die es erst ermöglichten, die Raumfahrer ins All zu schicken – und sicher wieder zurück auf die Erde zu bringen. Frauen also, und noch dazu schwarze. Genau um diese unbekannten Heldinnen geht es nun in Theodore Melfis span­­nendem und berührendem Drama HIDDEN FIGURES.
Vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen über das Verhältnis zwi­schen Schwarzen und Weißen in den USA ist HIDDEN FIGURES be­merkenswert. Hier trotzen drei afroamerikanische Frauen der Dis­kri­minierung, setzen sich durch und bringen durch ihr Wissen und Können die US-amerikanische Raumfahrt entscheidend voran. Detail am Rande: Die Handlung des Films spielt 1961, erst 1964 wurde in den USA formal-juristisch die Rassentrennung aufgehoben. Und so operieren die Mathematikerinnen vorerst separat von den restlichen Wissenschaftlern. Als zuerst die absolut brillante Katherine ins Team be­ordert wird, kommt es zu Problemen – nicht zuletzt deshalb, weil die Wissenschaftler bald merken, dass Katherine ihnen überlegen ist.
Thodore Melfi arbeitet in HIDDEN FIGURES immer wieder mit Ori­ginalaufnahmen aus dem Archiv, entwickelte ein authentisches Set-D­esign und hält sich streng an die historischen Fakten – und das kann er sich auch ohne weiteres erlauben, denn das Trio hat so Erstaunliches erreicht, dass seine Geschichte kaum einer Hollywood-Ausschmückung bedarf. Und nach HIDDEN FIGURES sind diese Heldinnen der Ge­schichte der US-amerikanischen Raumfahrt nun nicht mehr so unbekannt. (nach: filmstarts.de, moviepilot.de)

USA 2016; Regie: Theodore Melfi; Buch: Theodore Melfi & Allison Schroeder, nach dem Buch von Margot Lee Shetterly; Kamera: Mandy Walker; Schnitt: Peter Teschner; DarstellerInnen: Taraji P. Henson (Katherine G. Johnson), Oc­ta­­via Spencer (Dorothy Vaughan), Janelle Monáe (Mary Jackson), Kevin Cost­­­ner (Al Harrison), Kirsten Dunst (Vivian Mitchell) u.a.; (DCP; 1:2,35; Far­be & Schwarzweiß; 127min; englische ORIGINALFASSUNG MIT DEUT­SCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat