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Keine Spielzeit in dieser Woche


PAULA

R: Christian Schwochow

Eine junge Frau wandert durch eine lichtdurchflutete Landschaft, mit locker zusammengestecktem Haar und langem Rüschenkleid. Starke Filmbilder, die an Malereien erinnern: Die Kamera verdichtet die Far­ben zu einer romantischen Grundstimmung – wie bei einem impressionistischen Gemälde. Die Staffelei im schweren Gepäck strebt Paula zu Fuß zum Künstlerdorf Worpswede. Neugierig saugt sie die Ein­drücke auf, die ihr unterwegs begegnen: Tagelöhner, Bauersfrauen, ärmliche Kin­der, die die junge Dame aus der Stadt unverhohlen anstarren. Alle ihre Beobachtungen wird sie später in ihren Bildern verarbeiten.
Christian Schwochow zeichnet in PAULA die Lebensgeschichte einer radikal modernen Frau, einer Frau, die schön, begabt und wild entschlossen war, Malerin zu werden: Paula Modersohn-Becker. Sie reist alleine in die Künstlerkolonie Worpswede, wo sie sich einer Gruppe von Künstlern anschließt, die die gängigen Regeln der Ästhe­tik außer Kraft setzen. Dort trifft sie auf den elf Jahre älteren Land­schaftsmaler Otto Modersohn, in dem sie einen ungewöhnlichen See­lenverwandten findet. Beide teilen ihre Liebe für die Kunst und eine fortschrittliche Weltanschauung. Es beginnt eine produktive Zeit für Paula, die Otto heiratet, viel reist und malt und ein bewegtes Le­ben jenseits der starren Moralvorstellungen führt. Doch das Leben als Künstlerehepaar ist nicht immer leicht und erste Spannungen in der Ehe sind unvermeidlich – und auch die Gesellschaft lehnt weibliche Künstlerinnen ab. (nach: kino.de; dw.com)
„PAULA ist eine große, leidenschaftliche Künstler- und vor allem Lie­besgeschichte – und zudem eine sehr aktuelle, denn die Konflikte, an denen die Liebenden zu scheitern drohen, beschäftigen uns heute, ein Jahrhundert später, immer noch.” (Martin Neuhaus, Radio Bremen)

Deutschland 2016; Regie: Christian Schwochow; Buch: Christian Schwochow & Stephan Suschke; Kamera: Frank Lamm; Schnitt: Jens Klüber; Dar­stel­lerInnen: Carla Juri (Paula Modersohn-Becker), Albrecht Schuch (Otto Mo­dersohn), Michael Abendroth (Carl Woldemar Becker), Joel Basman (Rainer Maria Rilke), Stanley Weber (Georges) u.a.; (DCP; Farbe; 124min; deutsch-französische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat