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Keine Spielzeit in dieser Woche


BAUER UNSER

R: Robert Schabus

„Die ganzen österreichischen Schinken sind in Wahrheit Brasilianer, weil an die Schweine brasilianisches Soja verfüttert wird”, erklärt Be­nedikt Härlin von der deutschen Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Des öfteren lässt Regisseur Robert Schabus ihn und andere Agra­rexperten in BAUER UNSER zu Wort kommen. Dabei zeigt die Do­ku­mentation gleichermaßen ungeschönt wie unaufgeregt wie es auf Öster­reichs Bauernhöfen zugeht: Wir hören Bauern und Interes­sens­ver­treter, finden uns am Schreibtisch eines Molkerei­managers wie­der, werden mit Ansichten von Agraraktivisten wie jenen einer Lobbyistin der Nah­rungs­mittelindustrie konfrontiert.
Regisseur Robert Schabus bleibt vordergründig unparteiisch. Doch so vielfältig die Bauern, so einhellig der Tenor – vom Biobauern bis zum konventionellen Agraringenieur: So kann es nicht weitergehen. Es läuft etwas falsch.
BAUER UNSER ist ein Film, der ungeschönt hinter die Marketing-Idylle blickt, die uns auf Milchpackungen, Eierkartons oder Bildern von glücklichen Tieren umwirbt. Die Kamera nähert sich allen Höfen von oben. Langsam, aus der Vogelperspektive und in Luftaufnahmen. So verschafft sie uns einen Überblick und zeigt Größenverhältnisse. Wir bekommen Einblicke in das, was immer wieder als „artgemäße Tierhaltung” angepriesen wird, tatsächlich aber vor allem ökonomisch optimiert ist. Am einprägsamsten zeigen das die Aufnahmen eines Melkroboters, der in einem vollautomatisierten Stall ohne Stroh ent­hornte Kühe abtastet oder die Szenen im gerade chemisch gesäuberten Bodenhaltungs-Hühnerstall – bevor die nächste Hühner­gene­ra­tion geliefert wird, die in 14 Monaten 320 brauchbare Eier legt. (aus: www.biorama.eu)

Österreich 2016: Regie & Buch: Robert Schabus; Kamera: Lukas Gnaiger; Mit­wirkende: José Bové, Fritz Grojer, Benedikt Haerlin, Phil Hogan, Martin Häus­ling, Martin Suette, Simon Vetter u.a.; (DCP;1:1,85; Farbe; 92min).


  
Filmplakat