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Keine Spielzeit in dieser Woche


THE GRAND BUDAPEST HOTEL

R: Wes Anderson

Gebäude können verschlungene Geschichten erzählen. Und obwohl der Ort der Handlung erfunden ist, finden sich in THE GRAND BUDA­PEST HOTEL viele Hinweise auf die europäische Vergangen­heit, versunken in ein fiktives „Nebelsbad”. US-Regisseur Wes Ander­son, ein er­klärter Fan des Alten Kontinents, findet hier jenes nostalgische Grundgefühl wieder, das schon Filme wie THE ROYAL TENEN­BAUMS durch­drungen hat. Sein neuer Film ist Stefan Zweig gewidmet, dessen Welt von gestern er in einem Kurhotel im Gebirge aufspürt, das freilich schon bessere Zeiten gesehen hat.
Dieses durchgewirbelte Zwischenkriegs-Ungarn namens Zubrowka ist wie für die Schneekugel erfunden. In der kleinsten Dienst­boten­kam­mer des titelgebenden Hotels steigt regelmäßig der mysteriöse ur­­alte Zero Moustafa (F. Murray Abraham) ab, der sich alsbald als der Hotelbesitzer zu erkennen gibt. Und eines Abends erzählt er im theaterhaften Rahmen des gewaltigen Speisesaals einem jungen Schrift­steller (Jude Law) seine Geschichte.
Frenetisches Auffahren immer neuer Wendungen und Szenarien neben Trauer in maximaler Schönheit. Anderson beschwört auch in THE GRAND BUDAPEST HOTEL die Unschuld der Träumer und das Unglück der Zielstrebigen. Die Euphorie der unbekümmerten Glücks­sucher und die Gemeinheit der Welt, die sie zur Strecke bringt.
(nach: www.derstandard.at; www.spiegel.de; www.tagesspiegel.de)
„Es ist ein eigenwilliger Barock, der entsteht, eine erfundene, figurative Realität. Wie ein Kinderbuch zum Aufklappen, Seite für Seite, Einstellung für Einstellung. Auch die Figuren wirken nie, als träten sie zufällig ins Bild, sie sind platziert wie Puppen. Die Kamera dagegen scheint ganz eigenständig zu agieren: Sie führt willkürliche Zooms und Swipes aus sowie die berüchtigten ‚Dollhouse Shots’.”

USA/Deutschland 2013; Regie & Buch: Wes Anderson; Kamera: Robert Yeom; Mu­­sik: Alexandra Desplat; DarstellerInnen: Tilda Swinton (Madame D.), Jude Law (Joung Writer), Bill Murray (M. Ivan), Willem Dafoe (Jopling), Owen Wilson (M. Chuck), Ralph Fiennes (M. Gustave), Edward Norton (Henckels), Léa Seydoux (Clotilde), Jeff Goldblum (Kovacs), Harvey Keitel (Ludwig), Saoir­­se Ronan (Agatha) u.a.; (DCP; Farbe; 1:2,5; 99min; englisch-französische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat