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LADRI DI BICICLETTE

FAHRRADDIEBE

R: Vittorio De Sica

Mit LADRI DI BICICLETTE schuf der aus Neapel stammende Schauspieler und Regisseur Vittorio De Sica nicht nur einen Meilenstein des italienischen Neorealismus, sondern auch eines der meistgeschätzten Werke der Filmgeschichte. Gedreht mit Laiendarstellern in den Straßen und Hinterhöfen von Rom wird der Blick auf die soziale Wirklichkeit im verarmten Nachkriegsitalien gelenkt. Die Geschichte ist so einfach wie exemplarisch: Dem jungen arbeitslosen Vater Antonio Ricci wird das Fahrrad gestohlen, das er für seinen neuen Job braucht. Auf der Suche danach durchstreift er mit seinem kleinen Sohn Bruno die armen Viertel der Stadt und trifft auf noch elendere Verhältnisse als er sie kennt. Am Ende wird er selbst zum Dieb und sein Sohn Zeuge der Erniedrigung seines Vaters und einer harten Welt ohne Mitleid. So besticht De Sicas Film bis heute durch die substantielle Kritik an den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen, durch seinen scharfen Realismus und seine für die Zeit wegweisende humanistische Haltung.

Italien 1948; Regie: Vittorio De Sica; Buch: Cesare Zavattini, Vittorio De Sica u.a., nach dem gleichnamigen Roman von Luigi Bartolini; Kamera: Carlo Montuori; DarstellerInnen: Lamberto Maggiorani, Enzo Staiola, Lianella Carell, Gino Saltamerenda, Vittorio Antonucci u.a.; (35mm; 1:1,37; Schwarzweiß; 93min; italienische ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN).


  
Filmplakat